Chronik 1948 bis heute

  Chronologie der Vorsitzenden

1948     
  1. Heimatabend am 19. Januar 1948
 siehe "Wir über uns"
     
  2. Heimatabend am 14. März 1948
Anton Otte hielt einen Vortrag über die Entstehungsgeschichte Aschebergs und seine Entwicklung im Mittelalter. Pfarrer Fechtrup ergänzte ihn durch "hochinteressante Einzelheiten". Dr. Homering zeigte dazu Dias, "die mit dem gebotenen Stoff in Beziehung standen."
     
  3. Heimatabend am 25. April 1948
Dr. Franz Mühlen vom Amt des Landeskonservators referierte mit Dias vor 150 Zuhörern über die mittelalterliche Baukunst Westfalens und des Kreises Lüdinghausen. Dann sprach Otte zum hundertjährigen Ascheberger Postjubiläum.
     
  4. Heimatabend am 22. August 1948
An diesem Abend hielt Provinzialbaurat Innozenz Autermann einen Vortrag über das Thema "Ascheberg heute und morgen. Gedanken über die Baugestaltung eines Dorfes".
     
  5. Heimatabend am 14. November 1948
Medizinalrat Dr. Homering sprach über "Seuchen in Vergangenheit und Gegenwart ", besonders über Diphtherie und Tuberkulose, "die hier in unserer Gegend ständige Gäste sind ". Anton Otte ergänzte diesen Vortrag durch ein Referat über Aussatz und Pest im Mittelalter. Ludwig Jürgens las Wagenfelds Erzählung "De Pest" vor.

Ludwig Jürgens
Ludwig Jürgens

     
  6. Heimatabend am 12. Dezember 1948
Provinzialarchivrat Dr. Wilhelm Schulte hielt einen Vortrag über den Westfälischen Frieden von 1648 und die Revolution von 1848. In der Aussprache wurde "die eigentliche Not unserer Tage, das Wohnungs- und Siedlungsproblem aufgerollt."

Im ersten Vereinsjahr 1948 fanden im Heimatverein sechs öffentliche Veranstaltungen mit anspruchsvollen Themen statt. Etwas Vergleichbares hatte es in Ascheberg noch nicht gegeben. Kein Wunder, dass der junge Verein hohes Ansehen genoss. Er spielte die Rolle einer frühen Volkshochschule.
1949     
  Am 24.Februar 1949 versammelten sich die Mitglieder zur ordentlichen Generalversammlung im Gasthof Bultmann. Der im vorigen Jahr kommissarisch beauftragte Vorstand wurde nun durch Wahl bestätigt.
Gemeindedirektor Brinkmann schlug die Schaffung einer Ortschronik vor, die 1933 beginnen und in die Zeiträume 1933 bis 1939, 1940 bis 1945 und 1946 bis zur Gegenwart aufgeteilt werden sollte.
     
  1. Heimatabend am 27. März 1949
Rektor Bürger aus Selm gestaltete den ersten literarischen Abend des Vereins als Wilhelm-Busch-Abend.
     
  2. Heimatabend am 15. Mai 1949
Wilm Böckenholt aus Münster trug am 2. Literaturabend Wibbelt- und Wagenfeld -Texte vor. War der erste Abend der hochdeutschen Dichtung Buschs gewidmet, so begann Böckenholt nun mit plattdeutschen Texten und entsprach damit einem besonderen Anliegen des Ascheberger Heimatvereins, nämlich der Pflege des Plattdeutschen, der eigentlichen Muttersprache im Münsterland. Der Männergesangverein Cäcilia trug dazu passende Lieder vor.
     
  3. Heimatabend am 9. Oktober 1949
Pfr. Fechtrup sprach über Familiennamen und Familiengeschichte. Er hatte eigene Forschungen betrieben und ermunterte die Bauern, ihr familiäres Erbe zu bewahren und der Verstädterung entgegenzuwirken.
     
  4. Heimatabend am 27. November 1949
Wilhelm Brockpähler vom Westfälischen Heimatbund in Münster hielt einen Diavortrag über das schöne Münsterland. Schulmädchen der Oberstufe trugen plattdeutsche Gedichte vor, unter denen das "Duorpkind", das Dr. Gustav Merten, ein gebürtiger Ascheberger, aus dem sauerländer Platt ins münsterländische übertragen hatte, besonders gefiel.
Brockpähler trug grundlegende Gedanken zur Arbeit eines Heimatvereins vor, die nicht von Liebhaberei und romantischer Rückwärtsschau geprägt sein dürfe, sondern der Gestaltung der lebendigen Gegenwart dienen müsse. Das sei besonders wichtig, da die Menschen in dieser Zeit sehr durcheinander gewürfelt seien.
     
  5. Heimatabend am 18. September 1949
An diesem Abend fand das Lambertusspiel auf dem Kirchplatz in der Form statt, die auch heute noch üblich ist. Ludwig Jürgens hielt eine plattdeutsche Ansprache, und die Feier endete mit dem Lied "Härgott, graut is diene Macht", der plattdeutschen Version von "Großer Gott, wir loben dich". Schon damals mussten sich die Ascheberger überwinden und das heimische "groot" durch "graut" ersetzen, was sie auch heute noch tun, denn sie respektieren amtliche Texte.

Anton Otte griff in diesem Jahresbericht 1949 auch politische Themen auf, nämlich: "Unsere Einstellung zu den Ostvertriebenen" - "Die Wohnungs- und Siedlungsfrage" - "Die Verschönerung des Ortsbildes". Man müsse die Eigenarten der Vertriebenen kennenlernen, ihre Tradition, ihr Schicksal, um das Zusammenleben zu erleichtern. Die Verschiedenheit der deutschen Stämme bedeute Reichtum und Vielfalt. - Dr. Wilhelm Schulte hatte 1948 einen Vortrag über Siedlungsprobleme und Wohnbauselbsthilfe gehalten, und der Heimatver- ein habe diese Gedanken in der Öffentlichkeit propagiert. - Auch die Verschönerung des Ortsbildes war Thema eines Heimatabends. Baurat Autermann hatte mit dem Heimatverein an 3 Sonntagen das Dorf durchwandert und die Gestaltung der Häuser, Gärten und Straßen kritisch beurteilt.
Der Heimatverein war auch an einem Symbol interessiert, das sein Wirken in Ascheberg zum Ausdruck bringen sollte. Man wählte einen vom Malermeister Alfons Greive geschaffenen Linolschnitt mit dem Bild des Kirchturms aus.
Der Verein nahm auch mit Abordnungen an Veranstaltungen wie dem "Westfalentag" in Recklinghausen und den "Mönstersken Heimatdage" teil.
1950     
  Der Jahresbericht für 1950 berichtet zunächst von der ordentlichen Mitgliederversammlung am 5.Februar 1950 bei Bultmann. Weil Vikar Teeke aus Davensberg versetzt worden und damit ausgeschieden war, wurde Provinzial-Baurat Innozenz Autermann in den Beirat gewählt. Wieder wurde die Erarbeitung einer Ortschronik und eines Bilderarchivs gewünscht. Auch die Verschönerung des Dorfes sollte weiterhin erstrebt werde. Man wollte einzelne Mitbürger persönlich bitten, die an ihren Häusern oder Gärten festgestellten Mängel zu beseitigen. Rektor Otte nannte wichtiges Heimatschrifttum und bat um "fleißige Beschäftigung" damit. Lehrerin Maria Heukamp trug die plattdeutsche Geschichte "Bosen Opa" von Anni Siepe und Kaufmann Ludwig Jürgens die lustige Geschichte "Upspielers" von Anton Aulke vor.
     
  1. Heimatabend am 5.März 1950
Professor Wolf, der Landesbaupfleger aus Münster, sprach in einem Diavortrag über Bauen und Wohnen, d.h. er stellte mustergültige Häuser und Möbel vor, aber auch gute Gartengestaltung mit Wegen, Bäumen und Hecken. Deutschland sei ein armes Land geworden und könne sich eine Raumverschwendung nicht leisten. Deshalb sei sparsames Bauen und Einrichten das Gebot der Stunde.
     
  2. Heimatabend am 23. April 1950
"Ernst und Humor vom Dichter der Freude" war das Leitmotiv des Vortrags, den der Lehrer Rainer Schepper über Augustin Wibbelt hielt. Der Männergesangverein Cäcilia sang dazu passende Lieder. Welche das waren, sagt der Bericht nicht. Es dürften Vertonungen von Wibbeltliedern gewesen sein. Ein Bücherstand stellte eine Auswahl an Heimatliteratur vor.
     
  3. Heimatabend am 21. Mai 1950
Rektor Bürger aus Selm, " der über eine sonore Stimme und eine vornehme, gewinnende Art des Vortrags verfügt, wusste durch die inhalttiefe Würdigung der Persönlichkeit Annettes von Droste Hülshoff, Deutschlands größter Dichterin, sowie durch die mit großer Sprechkunst gebotenen freien Rezitationen alle Anwesenden zu fesseln".
     
  4. Heimatabend am 8. Oktober 1950
Der Kreisheimatpfleger Pfarrer Schnieder aus Cappenberg sprach über "Heimat und Mensch, Kultur und Brauchtum". Hinter allen Werken der Kultur stünden Menschen, die unser Interesse verdienten. Er meinte, "Menschen, denen die Natur alles zum Leben Notwendige von selbst gibt, wie in den Tropen, bringen es zu keiner Kultur". Alle Kultur sei ursprünglich Bauernkultur gewesen Der Protokollführer vermerkt nicht, ob diese These von den Anwesenden kommentarlos hingenommen wurde. Das scheint der Fall gewesen zu sein. Ludwig Jürgens zeigte (zum Teil) farbige Dias vom Brauchtum beim Ascheberger Schützenfest.
     
  5. Heimatabend am 5. November 1950
Dr. Gollup vom Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte sprach über die Vorgeschichtsforschung in Westfalen und im Münsterland.
     
  6. Heimatabend am 10. Dezember 1950
Dr. Franz Mühlen sprach an diesem Abend über "Münsters Vergangenheit, Zerstörung und Wiederaufbau" und betonte dabei besonders die Domgeschichte. "Nebenzweck dieses Vortrags war es, die Herzen zu erwärmen für eine Domspende". Das Buch "Der Hohe Thum zu Münster" wurde zum Besten des Dombauvereins verkauft. Auch heute Abend trug Ludwig Jürgens Gedichte von Wibbelt und Wette vor, um "eine kleine Vor-Weihnachtsstimmung herbeizuzaubern."

Es ist bemerkenswert, dass die sechs Heimatabende 1950 von prominenten und kompetenten Fachleuten mit anspruchsvollen Themen gestaltet wurden.

Auch das Lambertusspiel am 17. September 1950 wurde als "gut gelungen" bezeichnet. Lehrer Schomberg leitete das Singen der Lambertuslieder, Karl Jansen hielt eine plattdeutsche Ansprache, und Franz Witthoff spielte den Kirmesbauern. Gemeindedirektor Brinkmann hat die inneren Dorfstraße und den Weg am Friedhof vorbei mit einer neuen Decke und Bordsteinen versehen lassen. "Dadurch hat das Dorfbild ungemein gewonnen." Anton Otte hatte am 2. und 3. September 1950 am 21. Westfalentag in Bielefeld und der damit verbundenen Besichtigungsfahrt nach Enger teilgenommen. Rund 40 HV-Mitglieder besuchten eine Veranstaltung des "Plattdütsken Krings" in Münster am 15. September 1950. Dr. Gustav Merten war eine der wichtigsten Persönlichkeiten dieses Vereins. Am 9. Dezember 1950 feierte die Siedlungsgemeinschaft auf der Bispingheide das Richtfest von 5 Häusern mit 20 Wohnungen. Der Heimatverein nahm "mit Genugtuung davon Kenntnis". Beim Heimatabend am 10. Dezember 1950 dankte der Vorsitzende den Ascheberger Geschäftsleuten dafür, dass sie die christlichen Symbole Adventskranz und Weihnachtsbaum nicht in ihrer Werbung benutzt hatten.
1951     
  1. Heimatabend am 11. Februar 1951
Das Jahr begann mit einem Vortrag über " Bauen und Wohnen in Westfalen, besonders im Münsterland ", den Dr. Josef Schepers auf Plattdeutsch hielt und damit bewies, "dass sich auch heute noch ernste wissenschaftliche Dinge gut in der Mundart sagen lassen". Das meinte jedenfalls der Vorsitzende Anton Otte in seinem Jahresbericht.
     
  2. Heimatabend am 18. März 1951
Pfarrer Jodokus Fechtrup sprach über "Ascheberg vor 200 Jahren". Die anschließende "Ordentliche Mitgliederversammlung" brachte die üblichen Regularien. Lehrer Mergelsberg wurde als Vertreter Davensbergs in den Beirat gewählt.
     
  3. Heimatabend am 3. Mai 1951
Bauer Hubert Venschott aus Amelsbüren hielt einen Vortrag über die Davert und die Jagd in ihr in alter und neuer Zeit.
     
  4. Heimatabend am 28. Oktober 1951
Professor Perlick, Dortmund, sprach über "Land und Menschen im deutschen Osten" in Danzig, Bromberg, Posen und Breslau. "Mit dem aufrichtigen Dank an Professor Perlick verband der stellvertretende Vorsitzende in seinem Schlusswort noch die Hoffnung, dass eine nicht allzuferne Zeit uns wieder das ganze, geeinte Deutschland in Freiheit schenken möge".
     
  5. Heimatabend am 2. Dezember 1951
Rektor Hugo Bürger aus Selm referierte über das Thema "Frohmut, Scherz und Spott im Spiegel deutscher Dichtung" allerlei aus Vers- und Prosawerken.
Baurat Innozenz Autermann organisierte im Saal von Hattrup-Bultmann die Ausstellung "Unser Bauernhof". Sie war 10 Tage geöffnet und wurde von 204 Erwachsenen, 74 Landwirtschaftsschülern und 130 Schulkindern besucht, wie der Bericht nicht ohne Stolz vermerkt.
An der Nordkirchener Straße ist anstelle des schadhaften Schürmannschen Kreuzes ein neues hölzernes Kreuz errichtet worden, das der Bildhauer Baumeister in Lüdinghausen geschaffen hat. Die Nachbarn haben sich die Kosten geteilt. Anscheinend war die Initiative vom Heimatverein ausgegangen.
Auf Vorschlag des HV erhielten drei Straßen die Namen "Bispinghofer Heide, Im Dieningholt, Altefeldstraße".
Auch das Lambertusfest beging man schon damals in der später üblich gewordenen Weise: Lambertuslieder, plattdeutsche Ansprache, Bauernspiel, Umzug durchs Dorf, Schlußlied "Großer Gott, wir loben dich", Glockengeläute.
Am Montag, 26. März 1951, gab es bei Klaverkamp das erste gemeinsame Osterkonzert von Einheimischen und Vertriebenen. Mitwirkende waren damals der MGV Cäcilia, der Singekreis der Heimatvertriebenen, der Heimatkreis der Ostvertriebenen und die Bergkapelle Rünthe. "Zweck des Konzertes war, ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Einheimischen und Ostvertriebenen zu pflegen und zu festigen."
Der HV nahm teil an den Heimatgebietstagen in Münster (Thema: Reklame im Ortsbild) und Warendorf (Thema: Zusammenarbeit mit den Ostvertriebenen) und einer Arbeitstagung in Nordwalde zum Thema Schützenbrauchtum. Bei der plattdeutschen Abendfeier in Münster am 23.9.51 erntete Kaufmann Jürgens "stürmischen Applaus" für seinen Vortrag beim "Wunschkspiell"). An der Arbeitstagung in Werne nahmen teil Anton Otte, Bürgermeister Steinhorst, Gemeindedirektor Brinkmann, Kaufmann Ludwig Jürgens und Baurat Autermann, der dort einen Diavortrag unter dem Thema Kampf gegen Verschandelung in Stadt und Land".
Der HV machte sich Sorge um den durch Verfall bedrohten Burgturm in Davensberg. Man wollte ihn unter Denkmalschutz stellen lassen, was der Landeskonservator bei einer Besichtigung am 16.11.1951 befürwortete.

Burgturm
Burgturm Davensberg

Auch 1951 hat der Verein ein anspruchsvolles Programm bewältigt.
1952     
  1. Heimatabend am 20.Januar 1952
Gäste aus Oberaden nahmen an diesem Abend, der gleichzeitig Generalversammlung war, teil. Der Ascheberger Kinderchor unter der Leitung von Lehrer Heinrich Kroes trug Lieder und Gedichte von Wibbelt, Wagenfeld und Wette vor. Da ein gemeinsamer Heimatabend mit den Heimatvertriebenen geplant war, führte der Vorsitzende Anton Otte Grundsätzliches für die Zusammenarbeit mit den Ostvertriebenen aus: " Es soll keine Vermanschung des Volkstums entstehen. Die Ostvertriebenen sollen die geistigen Werte ihrer verlorenen Heimat lebendig erhalten und ihr Volkstum pflegen, wie wir Westfalen das unsere. Jeder Stamm soll seine Eigenart behalten. Aber wir begegnen uns doch in dem gemeinsamen Gedanken der Heimatliebe, und aus der Heimatliebe erwächst die Liebe zum großen Ganzen, die Vaterlandsliebe - und diese ist es, die uns alle eint. Und aus diesem Gedanken heraus können die Ostvertriebenen bei uns im Münsterlande wohl eine zweite Heimat finden." Anton Otte fügte in dem maschinengeschriebenen Protokoll hinter das Wort wohl handschriftlich "vorübergehend" ein. Der Gedanke, dass die Vertriebenen nie wieder zurückkehren würden, kam damals kaum jemandem.
     
  2. Heimatabend am 23.März 1952
"Merkwürdigkeiten und Besonderheiten im Münsterland" war das Thema des Lichtbildervortrags von Wilhelm Brockpähler, Münster. Erdgeschichte, Siedlungsformen, Bauernhäuser, Burgen, Kirchen, Friedhöfe, Gerichtsstätten - der Referent stellte eine Fülle von heimatkundlich interessanten Dingen vor.
     
  3. Heimatabend am 18. Mai 1952
Unter der Führung des aus Ascheberg stammenden Rechtsanwalts Dr. Gustav Merten hatten münstersche Heimatfreunde eine Davertwanderung durch Venne, Ottmarsbocholt und Davensberg gemacht und sich abends mit den Aschebergern im Gasthof Bultmann zu einem plattdeutschen Heimatabend getroffen. Dr. Merten sprach über die Erhaltung des Plattdeutschen und forderte alle auf, bei jeder Gelegenheit Plattdeutsch zu sprechen, auch beim Einkaufen, bei Behörden und in der Schule. August Hollweg, Tönne Vormann und Paula Wilken-Röckener trugen ihre Lieder und Gedichte auf Platt vor. Im übrigen: "Fröhliches Zusammensein bis 24 Uhr" !
     
  4. Heimatabend am 19. Oktober 1952
"Die Erschaffung der Welt nach astronomischen und geologischen Gesichtspunkten". So hieß der Vortrag von Vikar Holtkotte aus Davensberg an diesem Abend. Man gedachte dann der Verstorbenen der jüngsten Zeit: des Bauern Karl Brümmer-Wentrup, des Kaufmanns Peter Jansen und der an diesem Tage verstorbenen Frau Agnes Otte, der Gattin des Vorsitzenden.
     
  5. Heimatabend am 30. November 1952
Provinzialbaurat Autermann referierte über "Kampf der Verschandelung von Dorf und Landschaft", besonders über schlechte Bebauung und unschöne Reklame. An diesem Abend war auch der neue Bürgermeister Hubert Schwipp, Lehrer in der Westerbauer, als Gast zugegen.
1953     
  1. Heimatabend am 22. Februar 1953
Rektor Heinrich Schomberg hielt einen Vortrag über "Die Biene im Haushalt der Natur". Im Anschluss daran fand die Generalversammlung statt. Zum Punkt "Verschiedenes" erwähnt der Vorsitzende die erfolgte Aufstellung von sechs dauerhaften Ruhebänken - ihre Standorte sind nicht mehr bekannt - die Erhaltung und Instandsetzung des Davensberger Burgturms macht Fortschritte; übertriebene Außenreklame ist beseitigt worden.
     
  2. Heimatabend am 22. März 1953
Rektor Bürger, Selm, sprach über Hermann Löns und trug Proben aus seinem Werk vor. Man sang gemeinsam das Löns-Lied "Auf der Lüneburger Heide".
     
  3. Heimatabend am 30. September 1953
Plattdeutscher Singeabend mit dem Benediktinerpater Dr. Gregor Schwake, Kloster Gerleve, der seit etwa zwei Jahren mit seinen Vertonungen platt-deutscher Lieder sehr bekannt geworden war. Die neu gegründete Volkstanzgruppe unter der Leitung von Elsbeth Siebeneck, hatte Gelegenheit, " drei der gefälligen Schwake -Tanzlieder vorzuführen".
     
  4. Heimatabend am 25. Oktober 1953
Oberstudienrat Dr. Humborg, Münster, hielt einen Lichtbildervortrag über "Die Wasserburg als Siedlungsform des Münsterlandes" und berücksichtigte dabei besonders die ehemaligen Adelshäuser in Ascheberg.
Vikar Holtkotte, Davensberg, zeigte seine Dias mit Motiven aus Ascheberg und Davensberg.
     
  5. Heimatabend am 8. Dezember 1953
Regierungsrat Dr. Pohl, Münster, hielt einen Vortrag über " Land und Leute in Schweden" und erwähnte dabei den aus der Familie der Barone von Ascheberg stammenden Rudger von Ascheberg, der in Schweden ein hoher Offizier und Gouverneur von Göteburg wurde.

Am "Tag des Baumes" (17.4.1953) pflanzte die Gemeinde am Bahnhof eine Linde und der Heimatverein am Davensberger Friedhof eine junge Eiche. - Mit 32 Teilnehmern fuhr der Verein zum Theaterstück "Graute Schlemm", das die Abendgesellschaft Zoologischer Garten in Münster aufführte. - Zum Westfalentag in Meschede fuhren Anton Otte und - wegen des Themas "Fest und Feiern auf dem Dorf" - auch die Vertreter des Bürgerschützenvereins Heinrich Mühlenbeck und Karl Höhne und wegen der Arbeitsgemeinschaft Volkstanz auch Elsbeth Siebeneck.

Der "Tag der Heimat" am 2. August 1953 vereinte die Mitglieder des Heimatvereins und des Bundes der Vertriebenen zu einer gemeinsamen Feier im Vereinshaus. Der evangelische Singekreis, der Posaunenchor und der MGV Cäcilia gestalteten die Feier. - Am 19. August 1953 erkundeten 36 Heimatfreunde den Kreis Beckum. - Der Münsterländer Heimattag fand am 19. September 1953 in Ahlen statt. Kohues, Kalthoff und Otte nahmen daran teil. - Der ehemalige Kriegerverein hatte seine Schützenkönigskette 1945 durch ein Mitglied vergraben lassen. Da dieser Mann verstorben war, kannte niemand die Stelle. Deshalb wurde ein Metallsuchgerät der Post eingesetzt werden, mit dem die Kette am 18.11.1953 gefunden wurde "zur größten Freude des HV."

Der Heimatverein und die Gemeinde planten ein Heimatmuseum in Davensberger Burgturm, den der Grundstücksnachbar Heinrich Merten vom Herzog von Arenberg gekauft hatte mit der Auflage, dass Merten den Turm der Gemeinde für das Heimatmuseum überlassen muss. Am 27. April 1953 schloss die Gemeinde mit Merten einen Vertrag über die Nutzung des Burgturms als Heimatmuseum für 20 Mark jährliche Miete. Ab 1972 kann von beiden Seiten gekündigt werden. Der Heimatverein hielt diese Regelung für falsch, weil sich für die kurze Zeit die Einrichtung eines Museums nicht lohne, falls Merten kündige. Auf Antrag des HV stellte der Landeskonservator am 8. Juli 1953 den Turm unter Denkmalschutz.
1954     
  1. Heimatabend am 14. Februar 1954
Dr. Homering zeigte 200 Dias mit Reiseeindrücken in Italien.
     
  2. Heimatabend mit ordentlicher Generalversammlung am 28. März 1954
Nach Erledigung der Regularien hörte man Proben aus "Nis" von Anton Aulke und "Pumpernickel" von Josef Winkler. - Dr. Homering erinnerte an die Anfänge des Lambertushospitals im Jahre 1854, also vor 100 Jahren.
     
  3. Heimatabend am 11. September 1954
Gedenkabend für den am 27.April 1954 verstorbenen Pfarrer Jodokus Fechtrup. Anton Otte hielt die Gedächtnisrede, und Realschullehrer Jansen und Dr. Homering lasen aus Fechtrups Tagebuch vor.
     
  4. Heimatabend am 24. Oktober 1954
Prof. Dr. Wolf, Münster, schilderte anhand von Dias seine Reiseeindrücke in Ägypten.
     
  5. Heimatabend am 12. Dezember 1954
Natz-Thier-Abend unter Mitwirkung des Kirchenchors von St. Jakobi, Coesfeld.

Der Jahresbericht 1954 teilt unter "Sonstiges" weitere Einzelheiten mit: am Tag des Baumes ( 26. März 1954 ) pflanzten Schulkinder im Garten am Amtshaus einen Kirschbaum. Gemeindedirektor Rothers, seit 1.Dezember 1953 im Amt, und Anton Otte erklärten die Bedeutung dieser Aktion.
Wiederholt bittet der Heimatverein die Bürger, Fotos aus alter Zeit zum Kopieren zur Verfügung zu stellen.
Am 11.Mai 1954 besuchte der Verein das plattdeutsche Stück "Franz Essink" im Zoo zu Münster. - Am 15. Juli 1954 feierte Ludwig Jürgens, 2. Vorsitzender, seinen 60. Geburtstag. - Am 18. August 1954 besichtigte man die Margarinefabrik Fritz Homann in Dissen. - Am 16. September 1954 wurde in der Ratsschänke in Münster die " Wandervereinigung Münsterland " gegründet. Heinrich Stiens nahm daran teil. - Am 18. September 1954 war die Lambertusfeier. Zum ersten Mal schmückten sich auch die Häuser außerhalb des Kirchplatzes mit Lichtern. - Beim "Westfalentag" in Bochum vertrat Lehrer Jansen den HV. - Der Grundstock für ein vereinseigenes Dia-Archiv wurde durch den Ankauf von 69 farbigen Lichtbildern gelegt. - Immer wieder drängte der Verein die Bürger, das Dorfbild von hässlichen und brüchigen Mauern, Zäunen u.a. zu befreien und Hecken und Bäume zu pflanzen. - Der Platz an der dicken Eiche an der Herberner Straße wurde mit roter Asche belegt und eingezäunt durch Strauchwerk.

Vereinsleitung: Vorsitzender. Anton Otte - Stellvertreter: Ludwig Jürgens - Schriftführer: Wilhelm Mühlenbeck - Kassenwart: Georg Kohues.
Beirat: Bürgermeister Hubert Schwipp, Pfarrer Heinrich Plugge, GD Bernhard Rothers, Dr. Joseph Homering, Baurat Innozenz Autermann, Landwirt Franz Schräder, Architekt Hubert Kalthoff, Lehrer Alfred Mergelsberg, Davensberg. Gemeindeobersekretär Heinrich Stiens. Mitgliederzahl: 130

Pfarrer Plugge
Pfarrer Heinrich Plugge

1955     
  1. Heimatabend 1955
Der Vorsitzende Anton Otte leitete den Jahresbericht 1955 mit einer Übersicht ein:
I. Heimatabende und ordentliche Mitgliederversammlung
II. Teilnahme an auswärtigen Heimattagungen und Besprechungen
III. Unser Lichtbilderarchiv
IV. Pflege des Brauchtums (Lambertusspiel)
V. Pflege der Mundart
VI. Wandern - Radfahren - Ausflug
VII. Dorfverschönerung
VIII. Teilnahme an hiesigen Veranstaltungen
1. Tag der Heimat
2. Volkstrauertag
IX. Die Vorstandssitzung des HV am 12.10.1955
1. Der Davensberger Burgturm
2. Schaffung eines Ehrenmals
X. Statistische Angaben für das Jahr 1955

Die Mitgliederversammlung am 27.Februar 1955 wählte Pfarrer Plugge in den Beirat und hörte eingehenden Ausführungen zur Dorfverschönerung von Baurat Autermann, Vorschläge für die Anlage von Parkplätzen von Ludwig Jürgens und Hinweise auf heimatliches Schrifttum von Anton Otte.
     
  2. Heimatabend am 27. März 1955
Dr. Homering zeigt anhand von 180 Dias "die Schönheiten des Alpenlandes".
     
  3. Heimatabend am 9. Juni 1955
Verkehrdirektor Theo Breider, Münster, trug plattdeutsche Texte vor nach dem Motto "ernst - heimatlich - heiter". Dazu sang der MGV Cäcilia einige Frühlings- und Wanderlieder.
     
  4. Heimatabend am 23. Oktober 1955
Der Dichter Anton Aulke las aus seinen Werken.
     
  5. Heimatabend am 11. Dezember 1955
Anton Otte und Vikar Holtkotte, Davensberg, zeigten Dias über die Burg Ichterloh und den Davensberger Altar und über das Schützenfest und die Fronleichnamsprozession 1955.

Schützenkönig
Schützenkönig: Reher, Hubert und Frau Burgis

Am Kreisheimattag (05.04.1955) in Lüdinghausen nahmen vom HV Ascheberg teil die Herren Otte, Mühlenbeck, Kohues, Rothers, Autermann, Kaplan Holtkamp, Rektor Schomberg, Lehrer Jansen und Amtsbaumeister Goßheger.
Die Mitgliederversammlung des Westf. Heimatbundes fand am 13. April 1955 im Landesmuseum Münster statt. Otte und Kohues nahmen daran teil.
Am 30. April 1955 lud Regierungspräsident Hackethal die Heimatvereine des Münsterlandes zu einer Arbeitsbesprechung ein. Anton Otte nahm daran teil.
Zum Heimatgebietstag in Coesfeld fuhren Otte, Kohues, Bose als Vertreter des Gemeindedirektors und Goßheger.
Am 2. November 1955 mietete die Gemeinde Ascheberg den Davensberger Burgturm für 30 Jahre bis 1984. Der Turm soll von der Gemeinde renoviert und als Museum eingerichtet werden.

Da es für die Toten des Zweiten Weltkriegs noch kein Ehrenmal gab, unterstützte der HV alle Bemühungen, Pläne dafür zu schaffen.
1956     
  1. Heimatabend am 19. Februar 1956
In der Generalversammlung am 19. Februar 1956 erklärte der Vorsitzende Anton Otte, dass er mit Rücksicht auf sein hohes Alter von 81 Jahren das Amt des Vorsitzenden niederlegen möchte. Sein Nachfolger wurde Dr. Joseph Homering, der bisherige 2. Vorsitzende. Anton Otte wurde Ehrenvorsitzender. Hugo Merten wurde in den Beirat gewählt.
Im Jahre 1956 starben einige Mitglieder des Heimatvereins, die zu den Gründern gehörten: Franz Schräder, Gutspächter auf Haus Romberg, gestorben am 1.Juli im Alter von 75 Jahren; Erich Menzel, Bauer aus Langenöls in Schlesien, gestorben am 12.November, und Grete Homering, gestorben am 1. Dezember im Alter von 55 Jahren. Sie war die Frau des neuen Vorsitzenden Dr. Homering.
Auch in diesem Jahr gab es eine Reihe von Veranstaltungen, die in den vergangenen acht Jahren zum traditionellen Bestand des Vereinslebens geworden waren: das Lambertusspiel, den Tag des Baumes, den Ausflug in die weitere Umgebung - 1956 zur Abtei Werden bei Essen -, die Bemühungen um die Dorfverschönerung, die Pflege der plattdeutschen Sprache, die Teilnahme an der Volkstrauertagsfeier und einige Vortragsabende mit Themen, die sowohl den Ascheberger und münsterländer Raum als auch die weite Welt, z.B. den Suezkanal, den Vorderen Orient, den Sinai und den Sudan, den Schwarzwald und die Insel Mainau, betrafen.
Die Ortsverschönerung war zwar in der Regel Sache der Gemeinde, der Kirchengemeinde oder einiger Privatleute, aber der Heimatverein regte vieles an und sprach öffentlich Dank und Anerkennung für gelungene Bemühungen aus. Auch da wirkte es sich vorteilhaft aus, dass Anton Otte so viele Jahre als Lehrer in der Gemeinde tätig gewesen war. Sein Lob war für viele immer noch das Lob ihres Lehrers.
Da Davensberg keinen selbständigen Heimatverein hatte, war die Pflege des Burgturms ein immer wiederkehrender Tagesordnungspunkt des Ascheberger Heimatvereins. 1956 ging es besonders um die bauliche Erhaltung und Instand-setzungsarbeiten.
Auch die Errichtung eines Ehrenmals für die Toten des Zweiten Weltkrieges wurde im HV beraten. Gemeindedirektor Rothers hatte Pläne dafür vorgelegt, die diese Ehrung mit einem Kreuzweg verbanden, der von der Pastoratsweide in einem südlichen Bogen zum Friedhof führen sollte. Das Baupflegeamt in Münster sandte den Dipl.-Ing. Dr. Burmeister nach Ascheberg "zur Besichtigung der in Frage kommenden Örtlichkeiten".
Einige Mitglieder nahmen teil am Westfalentag, am Kreisheimattag, am Heimatgebietstag und an der Jahreshauptversammlung der Wandervereinigung Münsterland. Auch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen gehörten mit zum festen Programm des Heimatvereins. Auch der Männergesangverein Cäcilia trug an den Heimatabenden Lieder vor, die Natur und Heimat besangen. Anton Otte als Chorleiter des MGV organisierte diese Zusammenarbeit mit besonderem Interesse.
1957     
  Am 31. März 1957 hielt der Zeitungsreporter Helmut Müller, Münster, einen Vortrag mit dem Thema "So sah ich Amerika". Dreihundert Zuhörer waren in den Vereinshaussaal gekommen. Das neue Jahr begann also mit einem sehr erfolgreichen Auftakt. Auch hier zeigte der HV, dass der Vergleich des heimischen Lebens mit dem eines fernen und weitgehend unbekannten Landes auch heimatkundlich von großem Interesse sein kann. Als bei der Generalversammlung am 19. Mai 1957 die bulgarische Professorin Frau Marcowa anwesend war - sie war in Ascheberg zu Besuch -, entsprach sie dem Wunsch des Vereins und berichtete über ihre Heimat Bulgarien.
Als Nachfolger des verstorbenen Langenölsers Menzel wurde der Kaufmann Hans Keller in den Beirat gewählt, ebenso auch Hubert Steinhorst und Pfarrrektor Holtkotte.
Nicht nur die Texte bekannter Schriftsteller und Dichter wurden vorgetragen, auch ein Hobby-Dichter kam zu Wort, als der Bauer und Milchfuhrmann Bernhard Bergmann am 19.Mai 1957 sein Gedicht "Dat kruse Bömken" vortrug.
Dieses krause Bäumchen "war ein markanter Einzelbaum, eine Kastanie mit weit ausladender Krone und stand auf einem Erdhügel nahe der Straße genau auf halbem Wege nach Davensberg". So Anton Otte. Ludwig Jürgens wusste, dass der Baum zur Erinnerung an den Ausbau der Straße Ascheberg - Davensberg um 1900 gepflanzt worden war. Am Tag des Baumes 1957 wurde hier eine neue Kastanie gepflanzt, weil der alte Baum durch Blitzschlag und Sturm vernichtet worden war.
Der Kreisheimattag 1957 fand in Herbern statt. Dabei gab es eine Hermann-Wette-Gedenkstunde.
Anton Otte stellte mit Befriedigung fest, dass das alte Brauchtum des Sternsingens am Dreikönigstag allmählich wieder "in Schwung" kam. "Dieser schöne Brauch muss unbedingt erhalten bleiben, während das sog. Fellversaufen ruhig fortfallen möge".
Zur Pflege des Plattdeutschen bemerkte Otte:" In einer Zeit, wo fast an jedem Orte ein Kino ist, verlangt das Publikum geradezu nach der däftigen Kost der Mundart." Deshalb empfahl er den Laienspielscharen, plattdeutsche Theater-Stücke zu spielen.
Die Frage nach einem würdigen Ehrenmal für die Kriegstoten beschäftigte den Heimatverein sehr. Zur Diskussion stand der Plan des Gemeindedirektors, den er schon 1956 vorgetragen hatte und den der Architekt Kösters, Münster, ausarbeitete.
Am 13.Januar 1957 erhielt Anton Otte das Bundesverdienstkreuz aus der Hand des Landrats Wenning.
1958     
  Auch in diesem Jahr gab es die traditionellen Veranstaltungen, wie Ausflüge, Heimatabende mit informativen Vorträgen, Baumpflanzungen, plattdeutschen Lesungen, Aktionen zur Vermeidung von störender Firmenwerbung. Die Vereinsbücherei und das Dia-Archiv wurden ausgebaut. In der Lokalpresse erschienen Aufsätze über ortsgeschichtliche Themen aus der Feder von Anton Otte und Gemeindedirektor Bernhard Rothers.
Den plattdeutschen Abend am 13. April 1957 gestaltete die aus Ascheberg stammende Mundartdichterin Paula Wilken, geb. Röckener, aus Münster.
Der gemeindeeigene Friedhof an der Sandstraße erhielt 1958 drei neue eiserne Gittertore, was der HV begrüßte.
Der Jahresbericht wies darauf hin, dass der Heimatverein zur Gemeindeverwaltung und auch zum Männergesangverein Cäcilia besonders enge Beziehungen unterhielt. Auch zu den Ostvertriebenen sei ein gutes Verhältnis durch das Beiratsmitglied Hans Keller gewährleistet, der selbst Heimatvertriebener ist.
1959     
  Der Westfälische Heimatbund schickte den örtlichen Heimatvereinen seit einigen Jahren ein Berichtsmusterblatt, um Grundfragen von allen Vereinen beantwortet zu bekommen, betonte aber, dass Einblicke in die örtlichen Verhältnisse sehr wichtig seien. Der von Dr. Homering verfasste Jahresbericht 1959 hielt sich an dieses Musterblatt. Zum Punkt "Heimatschutz" wies er auf Renovierungsarbeiten am Burgturm, auf die Entfernung unerwünschter Reklame und auf die Vorschläge zur "Anbringung von stilvollen Werbemitteln".
Heimatkunde und Heimatforschung wurden realisiert durch ortsgeschichtliche Arbeiten von Anton Otte und die Erweiterung des Dia-Archivs und eine Lehrfahrt nach Hagen zur Zwiebackfabrik Brandt, zur Hohensyburg und zur Bundesgartenschau in Dortmund.
Der Heimatpflege dienten die Aufstellung weiterer Ruhebänke, die Pflanzung von Wegebäumen und Sträuchern, die Zeichnung der Wanderstrecke 15 im Gemeindegebiet und der Verkauf des Heimatkalenders.
Heimatabende fanden statt im Februar mit einem Diavortrag der Athener Archäologin Nena Papakonstantinou über das antike Griechenland und im Dezember mit einem Vortrag des Gartenbaudirektors Berndt aus Burgsteinfurt über "Haus und Dorf im Blumenschmuck".

Die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Heimatverein und Gemeindeverwaltung wurde besonders hervorgehoben. Gemeindedirektor und Bürgermeister seien Beiratsmitglieder.
Beim diesjährigen Kreisheimattag, der in Ascheberg stattfand, sprachen Oberstudienrat Dr. Humborg über die Davert und Wilm Böckenholt über Davertsagen.
Der Bericht ist nicht unterzeichnet, aber vermutlich vom Schriftführer Georg Kohues verfasst. Da der Vorsitzende Dr. Homering am 11. Februar 1961 starb, war er wohl schon 1960 durch Krankheit an der Vereinsarbeit gehindert.
1960     Seitenanfang
  Schriftführer Kohues legte den Bericht am 26. März 1961 dem Heimatbund in Münster vor und bedauerte im Begleitschreiben, dass der HV Ascheberg nach dem Tod von Dr. Homering zurzeit noch ohne Vorsitzenden sei.
Im Übrigen unterschied sich der Bericht kaum von dem Jahresbericht 1959.
Prof. Dr. Heddergott sprach auf einem Heimatabend über "Land, Leute und Leben im Sudan"
Osterfeuer und Lambertusspiel werden unter "Brauchtumspflege" angegeben.
Dieser Bericht trägt den Sichtvermerk " ges. R. 24/4. 61", der vom Gemeindedirektor Bernhard Rothers stammt.
1961     
  Der neue Vorsitzende Gemeindedirektor Rothers schickte am 23. März 1962 seinen Bericht an den Kreisheimatpfleger und bedauerte, ihn nicht termingerecht vorlegen zu können, " da das Rundschreiben vom Westf. Heimatbund in Münster zur früheren Anschrift des HV gesandt wurde und dort liegen geblieben ist ".
Der Ehrenvorsitzende Rektor a.D. Anton Otte ist am 22. Mai 1961 gestorben. Er hat also seinen Nachfolger im Vorsitz Dr. Homering um wenige Wochen überlebt. Der neue Vereinsvorsitzende Rothers wies in seinem Jahresbericht 61 unter "Heimatkunde und Heimatforschung" darauf hin, dass Anton Otte verfügt habe, seine Beiträge zur Ortsgeschichte GD Rothers zu übergeben, damit dieser die Arbeit fortführen könne. Ottes Sohn in Westkirchen sei zurzeit im Besitz dieser Texte, er werde sie aber demnächst zurückgeben.
Nachdem Ascheberg 1960 und 1961 an dem Blumenschmuck- und Vorgartenwettbewerb mit gutem Erfolg teilgenommen hatte, errang die Gemeinde 1961 den 1. Preis im Regierungsbezirk Münster und Davensberg den 3. Preis. Am 11. Dezember 1961 wurden die Preise übergeben.
Auch in diesem Jahr befassten sich die Heimatabende mit Themen der aus den früheren Jahren bekannten Art.
Da der Bericht über die ordentliche Generalversammlung nicht erhalten ist, kann über die Wahl des neuen Vorsitzenden Rothers und des Schriftführers Heinrich Stiens nichts gesagt werden.
Acht Schreibmaschinenseiten umfasst der Vortrag des Vorsitzenden über die künftigen Aufgaben des Heimatvereins, der vermutlich bei der Generalversammlung gehalten wurde.
1962     
  Der Verein hatte Ende 1962 230 Mitglieder. Auch in diesem Jahr fanden die bewährten Heimatabende, Ausflüge und Vorträge statt. Man verhinderte wilde Reklame, pflegte die plattdeutsche Sprache, veranstaltete das Lambertusspiel und das Osterfeuer und nahm am Volkstrauertag teil.
Alte Gebäude sollten erhalten werden, wenn die als notwendig erkannte Neugestaltung des Ortskerns, besonders der Umgebung der Lambertus-Kirche, geplant und ausgeführt werden würde. Das galt auch für Davensberg, wo ein neues Pfarrhaus nötig war.
Der Ascheberger Friedhof bedurfte einer Erweiterung und damit eines Leitplanes für die Gestaltung. Gartenbaudirektor Berndt, Burgsteinfurt, und Dr. Boekle von der Vereinigung "Friedhof und Denkmal" sollten entsprechende Vorbereitungen treffen.
Da "leider" keine Ortschronik geschrieben wurde, sammelte man Zeitungsausschnitte, die in Jahresbänden zusammengefasst wurden.
Die Pastoratsscheune sollte abgebrochen und als Heimatmuseum neben der dicken Eiche an der Herberner Straße wieder aufgebaut werden. Die Finanzierung war aber noch nicht geklärt.
Bernhard Klinge gründete einen Foto-Amateur-Club im HV, die Landjugend pflegte Volkstanz und -gesang.
In der Generalversammlung am 30. November 1962 wurde Gemeindedirektor Bernhard Rothers zum Vorsitzenden des HV gewählt.
1963     
  Zwei für die Gemeinde und den Heimatverein bedeutende Tage waren der 18. und 19. Oktober, an denen die Einweihung des neuen Realschulgebäudes am Bahnhofsweg gefeiert wurde. Die in Drensteinfurt erscheinende " Dreingauzeitung", die sich im Untertitel "Ascheberger Tageblatt" nannte, veröffentlichte eine Sonderausgabe zu diesem Ereignis.
Die kommende Flurbereinigung erforderte gründliche Vorbereitungen. Deshalb trafen sich am 5. Dezember 1963 "alle Heimat- und Naturfreunde, besonders die Mitglieder des Hegeringes", um alle zu schützende Bodenformen und Bewachsungen festzustellen.
Auch bei der Neuplanung des Friedhofs, der auch eine Leichenhalle und eine Kriegergedächtnisstätte erhalten soll, wurde der Heimatverein hinzugezogen.
Der Jahresbericht bedauert, dass für die Heimatforschung "z.Zt. jegliche Kräfte fehlen, bei denen Zeit, Kenntnis und Interesse vereinigt sind. Daher konnte auf diesem Gebiet nicht das geleistet werden, was der Heimatverein wünschte".
Da die Firmenwerbung seit Jahren anscheinend ein erträgliches Maß überschritten hat, wird immer wieder versucht, sie zu beschneiden. Der Gemeindebauhof entfernt die unerwünschten und ohne Genehmigung angebrachten Plakate und Schilder, was "sehr wirksam, aber rechtlich nicht haltbar ist".
Auch in diesem Jahr haben zehn Heimatabende stattgefunden.

Sandstraße
Sandstraße

1964     
  Neben zehn Heimatabenden gab es monatlich am 1. Montag eine "Arbeitsbesprechung der Heimatfreunde im Lokal Reher".
Dass der Vereinsvorsitzende gleichzeitig Gemeindedirektor war, zeigte sich besonders dann, wenn Planungen der Gemeinde im Heimatverein diskutiert wurden. 1964 standen folgende Vorhaben zur Debatte: Anpflanzung eines Grünstreifens vom Hof Schlingermann über den Friedhof und den Hof Platvoet bis zum Krankenhaus und darüber hinaus in Richtung Haselburg. Dazu wird eine Unterführung unter der Umgehungsstraße für den "Melkpatt" gebaut.
Anlagen mit Grün- und Rasenflächen um die neue Realschule. Der neben der Schule erbaute "Atombunker" wurde mit einer "Art Amphie-Theater" verbunden, " wo die Kinder der ganzen Schule Platz nehmen und unterrichtet werden können". Auch Theaterstücke könnten die Schüler dort aufführen.
Die Pastoratsscheune konnte nicht mehr wie geplant als Heimatmuseum eingerichtet werden. Obwohl die Kirchengemeinde den Abbruch der Scheune und ihre Versetzung zur Herberner Straße "fest zugesagt" habe, "lehnte der Pastor dies ab und stellte so hohe Forderungen, die als nicht berechtigt und nicht begründet angesehen werden mussten. Die Durchführung des Projektes scheitert leider an der Starrheit und Verständnislosigkeit des Ortspfarrers und seiner Ratgeber".
Zur Gestaltung des Lambertusspiels stellte der Bericht fest, dass die bisher vom HV-Vorsitzenden gehaltene plattdeutsche Rede "nicht mehr ankommt", weil die Kinder und auch immer mehr Erwachsene das Plattdeutsche nicht mehr verstehen. Deshalb soll künftig auf diese Ansprache verzichtet und nur die Begrüßung auf Platt gehalten werden.
Die von Antonia Siebeneck geleitete Volksliedergruppe für Kinder und Jugendliche braucht eine neue Leiterin, weil Frau Siebeneck Pfarrhelferin werden will.
Der Foto-Amateurclub tagte nur noch in großen und unregelmäßigen Abständen.
1965     
  Sieben Veranstaltungen gab es in diesem Jahr, darunter zwei Heimatabende: am 14. Februar ein Ost-West-Abend unter Mitwirkung von Kindern der Volksschule unter Leitung von Rektor Windmüller und des Ostdeutschen Singekreises unter der Leitung von Frau Keller und am 31. Oktober ein Lichtbildervortrag von Schulrat Hagemann, Lüdinghausen, über Augustin Wibbelt. Dazu die Generalversammlung am 21. März mit einem Vortrag von Gartenbaudirektor Berndt, Burgsteinfurt, über die Gestaltung von Vorgärten und Anlagen.
Der Bericht schilderte ausführlich die Durchführung der Wettbewerbe "Unser Dorf soll schöner werden" und "Blumenschmuck und Vorgärten". Ascheberg wurde Sieger im Münsterland und erhielt am 24. November einen Ehrenpreis in Düsseldorf.
Es wurde beklagt, dass weder Kolping noch Arbeiterverein (KAB) ein plattdeutsches Theaterstück aufführen. Sie würden von kirchlicher Seite nicht mehr gepflegt, die Vereine seien "nahezu eingegangen". Mit den Jugendorganisationen "steht es in der Gemeinde auch nicht gut". Nur die St-Georgs-Pfadfinder und die Landjugend seien sehr lebendig.
1966     
  Der Veranstaltungskalender für 1966 wies acht Veranstaltungen auf. Dr. Humborg sprach über Burgen und Ritter, und der Dichter Norbert Johannimloh las aus seinen Werken. Man sah Dias von Ascheberger Wegekreuzen und Bildstöcken.
Der Bericht brachte eine neue Sorge zum Ausdruck: "Die Verstädterung unserer Dörfer und Vermassung auch unserer ländlichen Bevölkerung stellt ein besonderes Problem in unserer Zeit dar. Eine besondere Gefahr droht durch die Zusammenlegung unserer Gemeinden zu Großgemeinden, besonders dann, wenn es nicht gelingt, eine funktionierende Ortschaftsverfassung im Gesetz zu verankern". Es bestehe die Gefahr, dass der Gesetzgeber nur an das Verwaltungstechnische denkt und "die wichtigen soziologischen Fragen übersieht." Die Personalunion von Verwaltungschef und Vereinsvorsitzendem zeigte sich besonders bei solchen Überlegungen.
1967     
  Der Heimatverein umfasste 255 Mitglieder. Elf Veranstaltungen wurden durchgeführt, darunter eine Besichtigung der Gesteins- und Schmetterlingssammlung des Herrn Elbert in Amelsbüren und ein Vortrag des Oberbaurats Barnat über die demnächst zu erwartende Flurbereinigung.
Der HV-Vorsitzende ließ bei den Bauern nicht mehr benutzte alte Gräte und Einrichtungsgegenstände sammeln, um sie vor der Vernichtung zu bewahren.
1968     
  Dreizehn Veranstaltungen wurden 1968 durchgeführt. Musikalische Heimatabende in Davensberg und Ascheberg vereinten Chöre, Spielmannszüge, Schulen und den Männergesangverein Cäcilia bei gut besuchten Konzerten.
Der Wibbeltinterpret Rainer Schepper sprach über das "Zweite Gesicht"

Müllabfuhr
Müllabfuhr

1969     
  Am 15. März 1969 bot der HV allen Neubürgern einen Heimatabend mit Lichtbildern zum Thema "Ascheberg im Wandel der Zeiten". Am 7. Dezember hielt der Pol.-Kom. Reiter aus Hiltrup einen Vortrag über die Himalaja-Expedition, an der er teilgenommen hatte. Gegensätzliche Themen dieser Art gehören schon seit der Gründung des HV im Jahre 1948 zu seinem Programm.
Rainer Schepper sprach über Karl Wagenfeld, und die Ornithologen tagten in Ascheberg.
Das Flurbereinigungsverfahren beschäftigte 1969 besonders die Landwirte. Das Verständnis für die Erhaltung alter Bäume, Wallhecken und Gebüsche war "verhältnismäßig gering". Deshalb müssten Neuanpflanzungen besonders geschützt werden.
Eine neue Wanderkarte wurde erstellt, sie sollte 1970 gedruckt werden.
Die geplante Ferngasleitung könnte nach dem Jahresbericht ein Urnenfeld aus dem 7.Jh. v.Ch. gefährden. Deshalb sollte das Landesamt für Vor- und Frühgeschichte zuvor eingeschaltet werden. Der Bericht bedauerte, dass keine Ortschronik geführt werde, sogar die eigentlich dazu verpflichteten Schulen vernachlässigten diese Arbeit. Die 1967 erfolgte Einführung der getrennten Grund- und Hauptschulen ist vermutlich im HV nicht thematisiert worden. Die Chroniken der ehemaligen Volksschule im Dorf und auch der Bauerschaftsschulen wurden damals abgeschlossen. Die neue Hauptschule führte eine neue Chronik.
Wenn der Jahresbericht 1965 noch über das Fehlen plattdeutscher Theaterspiele in Ascheberg klagte, heißt es jetzt: " In Ascheberg werden jährlich plattdeutsche Stücke aufgeführt. Der Heimatverein wirbt dafür. Der Vorsitzende eröffnet oder schließt die eine oder andere Veranstaltung und weist u.a. auf die Bedeutung der plattdeutschen Sprache hin".
Zum Punkt "Jugendarbeit" - Punkt 7 des vom Westf. Heimatbundes alljährlich vorgelegten Fragebogens - heißt es 1969: "Zwischen dem Heimatverein und den Schulen bestehen nur insofern Kontakte, als die Schulleiter zu den monatlichen Besprechungen der heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft (erweiterter Vorstand) des Heimatvereins erscheinen (sollen)." Eine Art kategorischer Imperativ in Klammern?
Seit einigen Jahren wird im Jahresbericht vermerkt, in Ascheberg seien Bürgermeister und Ortspfarrer "geborene Mitglieder des Heimatvereins".
1970     Seitenanfang
  Am 16. Februar 1970 fand die konstituierende Sitzung des Davensberger Heimatvereins, genauer der Davensberger Ortsgruppe des Ascheberger HV, statt. " Der Vorstand setzt sich im Wesentlichen zusammen aus jungen Leuten, die für ihr Dörfchen etwas tun wollen." In Davensberg sei allgemein die Tendenz zur Verselbständigung des Ortes zu registrieren. Der Jahresbericht des HV Ascheberg gab 1970 die Mitgliederzahl getrennt an: in Ascheberg 215, in Davensberg 112, zusammen also 327.
Im Übrigen erwähnte der Bericht nur die üblichen Veranstaltungen. Man machte einen Ausflug nach Köln, besichtigte das Dionysos-Mosaik, den Flugplatz, das Werk 4711 und fuhr nach Königswinter.
1971     
  Der Westfälische Heimatbund hatte für dieses Jahr einen stark zusammengefassten Fragebogen ausgegeben, der von den Ortsvereinen nur knappe Angaben wünschte. Es wurde nach der Veranstaltung mit der größten Teilnehmerzahl gefragt. Das war in Ascheberg der Heimatabend mit Paula Wilken-Röckener am 28.Februar 1971, an dem 200 Gäste teilnahmen. Die wenigsten Teilnehmer, aber immerhin noch 30, kamen am 5. Dezember zu dem Dia-Vortrag "Von Melbourne bis zum Baryer Rif". 90 Gäste informierten sich am 4.März über die neue Straßenverkehrsordnung, 70 hörten den Dia-Vortrag von Dr. Mühlen über "Unsere Heimat in Geschichte und Gegenwart" am 23. März, 65 besuchten die Generalversammlung am 28. März, 36 fuhren am 16. Juni mit nach Bremen, und 48 sahen die "Csardasfürstin" in Münster am 31. Januar 1971 Zahl der Aufsätze in Zeitschriften, Sammelwerken usw. : 1
1972     
  Im Januar 1972 besuchte der Verein die Krippenausstellung im Telgter Heimathaus und am 22. Januar in Ascheberg das Theaterstück der Kolping-Spielschar "Dat Höärohr" (das Höhrrohr). Weil sich am 10. Januar 72 zum 175. Mal der Geburtstag Annettes von Droste Hülshoff jährte und am 24. März 1973 zum 125. Mal ihr Todestag, wollte man der Dichterin durch einen Vortrag von Rainer Schepper besonders gedenken. Er fand am 5. März 1972 im Gasthof Bultmann statt. In der Einladung dazu hieß es: "Annette von Droste Hülshoff gehört zu den ganz Großen unserer Heimat, und Rainer Schepper bietet die Gewähr dafür, dass sie entsprechend interpretiert wird." Nach der Veranstaltung notierte der Schriftführer des Heimatvereins, Heinz Stiens, auf die Einladung: " Schlechter Besuch! nur 13 Personen." Gut anderthalb Jahre später, im September 1973, kam Schepper wieder nach Ascheberg und rezitierte wiederum Annette. Am 10.9.73 schrieb der Vorsitzende Rothers an Schepper und kritisierte dabei dessen Vortrag: "Die einfachen Menschen im Zuhörerraum haben die Lesung nicht verstanden sie gingen enttäuscht nach Hause. Über Leben und Werk der Annette wussten sie nachher ebenso wenig wie vorher." Am Tage darauf dankte Schepper für das "offene Wort der Kritik", aber Annettes Werk sei nicht so leicht "mündkesmaote" (mundgerecht) zu machen. Er schlug vor, "den Schepper aus dem Programm heraus zu lassen".
Im Übrigen verlief das Jahr 1972 ohne besondere Vorkommnisse. Am 2. August fuhr der Verein nach Detmold und besichtigte Stadt und Residenzschloß.

Bultenstraße
Bultenstraße

1973     
  In diesem Jahr gab es 5 Veranstaltungen. Daneben galt das besondere Interesse des Vereins dem Schutz der Natur, besonders den Resten der alten Landwehren, Einzelbäumen und Baumgruppen.
Eine neue Wanderkarte war geschaffen worden, und nun wurden die Wanderwege danach bezeichnet.
"Die Erforschung des Pfarrarchivs wird fortgesetzt, besonders im Jahr des 450jährigen Bestehens des gotischen Kirchbaues (1524)."
Man arbeitete an einer Sammlung und Deutung der Flurnamen in Zusammenarbeit mit Dr. Gunther Müller vom Niederdeutschen Wörterbuch (Institut für Namenkunde)
Dr. Helmut Müller vom Staatsarchiv wurde beauftragt, ein Buch über die Davert zu schreiben.
"Herr Dr. Löffler wird auf Veranlassung des HV einen umfassenden Beitrag zu einer Festschrift für das 450-jährige Bestehen der gotischen Hallenkirche schreiben."
Für die Festschrift zum 100-jährigen Bestehen des MGV Cäcilia wurde ein umfassender geschichtlicher Beitrag, der am Institut für Geographie und Länderkunde an der Universität Münster entstanden ist, zur Verfügung gestellt. Verfasserin war Hildegard Rothers, die Tochter des HV-Vorsitzenden.
1974     
  Dieser Bericht ist sehr knapp gefasst. Die Bücher von Julius Schwieters sind nachgedruckt worden und wurden in Ascheberg verkauft.
Seit einem Jahr veröffentlichte Bernhard Rothers in der Zeitung (WN) Deutungen der Ascheberger Straßennamen
In diesem Bericht wird die von der Kirchengemeinde St. Lambertus herausgegebene Jubiläumsfestschrift "450 Jahre St. Lambertus Ascheberg - Berichte und Bilder aus der Geschichte" nicht erwähnt. Der HV hatte dafür Material zur Verfügung gestellt. Im Auftrage des Kirchenvorstandes hatte der Lehrer Reinhard Schütte die Festschrift zusammengestellt.
1975     
  Dieser Bericht wurde durch eine handschriftliche Notiz des Schriftführers Heinrich Stiens ersetzt: "für 1975 ist kein Jahresbericht erstellt worden. 1. kaum etwas zu berichten 2. Späterer Eingang St.(iens)"
1976     
  Der Bericht umfasst 5 Schreibmaschinenseiten. Die Davensbergerin Malerin Ursel Schulze Hobbeling stellte in der Burg Vischering in Lüdinghausen ihre Bilder aus, der HV besuchte die Ausstellung am 29. Oktober 1976 und ließ sich von dem damaligen Kreiskulturbeauftragten Dr. Heinrich A. Mertens die Bilder erläutern. Anschließend verzehrte man im Burgkeller zum Abendbrot Wurstebrot, Leberbrot, Sauerkraut mit Stampfkartoffeln und geräucherter Mettwurst.
Die erhaltenswerten Gebäude im Gemeindegebiet wurden fotografiert und beschrieben. " Die Eigentümer sind in einem umfassenden Bericht informiert und gebeten worden, Verständnis für diese notwendige Maßnahme zu haben und entsprechende Auskünfte zu erteilen." Der neugegründete Verkehrsverein arbeitete an der Ausschilderung der Wanderwege.
Der Archivrat beim Staatsarchiv Münster Dr. Helmut Müller schrieb die Geschichte der Gemeinde Ascheberg bis zur kommunalen Neugliederung, also ohne Herbern. Das Buch sollte im Sommer 1977 fertig sein.
Die vom HV-Vorsitzenden Rothers gesammelten volkskundlichen Gegenstände, "insbesondere aus der bäuerlichen Welt ", waren auf dem Dachboden des Amtshauses und im großen Schuppen des Bauhofs untergebracht und drohten zu verderben, weil die erforderliche Betreuung fehlte, denn die "zum Teil bereits verwirklichten Museumspläne" waren schon vor längerer Zeit vom dem "jungen Rat der Gemeinde verworfen" worden. "Sofern sich demnächst ein Gebäude finden sollte, wird von der Möglichkeit der Einrichtung eines Heimatmuseums Gebrauch gemacht."
Der HV-Vorsitzende Rothers veröffentlichte damals regelmäßig Aufsätze über heimatkundliche Themen in den Zeitungen. Der Jahresbericht vermerkt, "die Zusammenarbeit mit der örtlichen Presse ist gut. Hier wird versucht, bei der Bevölkerung immer wieder Verständnis für die Arbeit des Heimatvereins zu wecken."
Da die "verhältnismäßig umfassende Bücherei" des Heimatvereins "wenig benutzt" wird, überlegt man, sie der öffentlichen Jugendbücherei des Realschule anzugliedern.
Zur Frage nach der Volkstums- und Gemeinschaftspflege heißt es:" Hier tut sich in Ascheberg nicht viel. Eine Laienspielschar führt jährlich ein plattdeutsches Stück auf."
Über die Jugendarbeit "ist leider nichts zu berichten."
Was die Zusammenarbeit mit amtlichen Stellen betrifft, schlägt der Bericht vor, "es wäre anzustreben, dass der Vorsitzende des HV oder ein kompetentes Mitglied des Vorstandes auch Mitglied des Gemeindeparlamentes oder des Kulturausschusses wäre. Dies ist jedoch nicht der Fall. Man hat vielfach den Eindruck, als wenn manche Ratsmitglieder den HV als Staat im Staate ansehen, wo auch eine konkurrierende Willensbildung entsteht. Hier wäre es notwendig, auch vom Heimatbund aus etwas zu tun, damit die Heimatvereine mit ihrer gesamten bedeutenden Arbeit für die Gemeinschaft auch politisch repräsentiert werden." Dem Jahresbericht ist nicht zu entnehmen, ob das auch für andere Gemeinden zutraf oder eine rein Ascheberger Angelegenheit war.
1977     
  Der Vorsitzende des Heimatvereins Ascheberg Bernhard Rothers war bis 1976 Gemeindedirektor. Als er in Pension ging, löste sich die Personalunion zwischen diesen beiden Ämtern auf. Der neue Gemeindedirektor Bernhard Thyen übernahm kein Amt im HV. Rothers schrieb im Jahresbericht 77: " Es muss festgestellt werden, dass bei vorliegendem Interesse des Hauptgemeindebeamten ein "Apparat" vorhanden ist, der sehr fruchtbar ist für die Heimatarbeit; d.h. wenn Bedienstete der Verwaltung in einer kleineren Gemeinde zumindest einen Teil der Arbeit durchführen, da diese besseren Zugang haben zu Daten und Informationen."
Man glaubt, in den HV-Jahresberichten für 1976 und 1977 eine gewisse Enttäuschung darüber herauszulesen, dass trotz des engagierten Einsatzes für die "Heimat Ascheberg" die Erfolge sich nicht so einstellten, wie man es sich gewünscht hatte. Der neue Gemeindedirektor beschränkte seine Teilnahme an den HV-Veranstaltungen auf Höflichkeitsbesuche und war nicht gesonnen, seinem Vorgänger im Amt des Verwaltungschefs künftig Zuarbeit zu leisten, indem er Teile der HV-Vereinsarbeit seinen Bediensteten übertrug, was nach Rothers Erfahrungen vorteilhaft gewesen wäre.
Für 1977 erwähnt der Jahresbericht einen Herdfeuerabend am 7.2.77 auf dem Hof Lendermann und die Generalversammlung am 2.4.77, auf der man sich besonders mit der Ortskernsanierung und der damit verbundenen Änderung des Dorfbildes befasste.
Beim Osterfeuer "klappte es nicht besonders mit dem Gesang", obwohl die Musikkapelle die Lieder begleitete.
Zum Lambertusspiel wurde kritisch vermerkt, dass eine Fackelprämierung nicht möglich gewesen sei, " weil es nicht gelungen ist, in den Schulen diesen Wettbewerb vorzubereiten.“ Kinder über zehn Jahren seien nicht mehr für das Basteln der Fackeln zu bewegen, so dass nur fertig gekaufte Lampions getragen würden. Offensichtlich zeigte sich schon damals, was inzwischen deutlicher geworden ist, dass das Brauchtum aus der Welt der Erwachsenen über die der Schulkinder allmählich in Richtung Kindergarten "rutscht".
Für 1978 ist der Druck des Buches "Ascheberg - Geschichte eines münsterländischen Ortes von den Anfängen bis zur kommunalen Neuordnung 1975" von Dr. Helmut Müller vorgesehen.
1978     
  Drei Ereignisse sind aus diesem Jahr zu erwähnen:
1. Bei der Generalversammlung gab der HV den Ascheberger Hobby-Künstlern Gelegenheit, ihre Arbeiten im Versammlungsraum (Saal der Gaststätte Hattrup-Bultmann) auszustellen.
2. Im Hinblick auf das 300jährige Jubiläum des Bürgerschützenvereins im Jahr 1979 wurden alle ehemaligen Schützenkönige aufgefordert, eine "Königsallee" anzulegen, d.h. jeder sollte einen Baum spenden, der an dem bei Wohlhorn von der Nordkirchener Straße abzweigenden Wirtschaftsweg angepflanzt werden sollte. Die Schützenkönige der Bürgerschützen, der Bruderschaften St. Katharina und St. Lambertus und des Kolping folgten diesem Aufruf, und im Laufe der Jahre entstand eine stattliche "Königsallee". Auch die Kinder und Enkel der verstorbenen Könige stifteten dazu einen Baum.
3. Zu Weihnachten 1978 konnte das von Dr. Helmut Müller erarbeitete Ascheberg-Buch verkauft werden. In einem Festakt wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.
1979     
  "Der Heimatverein nahm am 9. September 1979 mit einigen Mitgliedern an der großen Wanderaktion des Heimat- und Verkehrsvereins Davensberg teil ".
Am 22. August 1979 starb einer der Mitbegründer des Ascheberger Heimatvereins, der 91jährige ehemalige Gemeindedirektor Franz Brinkmann. Da der dem Jahresbericht zugrunde liegende Fragebogen des Westfälischen Heimatbundes nicht nach den verstorbenen Mitgliedern fragte, wurde auch Brinkmanns Tod nicht vermerkt.
1980     Seitenanfang
  Am 12. Februar 1980 war die dreibändige fotografische Dokumentation der denkmalswerten Gebäude in Ascheberg beendet, die in mehr als zwei Jahren von Rudolf und Maria Kovar zusammengestellt worden war. Ein Exemplar der Sammlung wurde dem Gemeindedirektor übergeben.
Die in Ascheberg geborene Heimatdichterin Paula Wilken war mit ihrer Tochter Irmgard am 13.Dezember 1980 beim HV und trug ihre heiteren und besinnlichen Gedichte und Lieder vor.
Zwei gebürtige Ascheberger, der Milchfuhrmann und Bauer Bernhard Bergmann und der Pfarrer Wilhelm Jansen, trugen am 25. und 26. Februar 1980 platt-deutsche Geschichten und Gedichte vor, die sie selbst erfunden hatten. Bernhard Bergmann schrieb seine poetischen Einfälle oft während der Fahrt von Milchkanne zu Milchkanne im Fahrerhäuschen seines Milchwagens auf. Pfarrer Jansen bezeichnete sich als "plattdütschken Pastor" und predigte gelegentlich auch auf Platt.
Im Übrigen fanden die üblichen Veranstaltungen im Jahreslauf statt: Osterfeuer, Lambertusfeier, Pättkesfahrten, Herdfeuerabende.
Am 30. September 1980 veranstaltete der HV eine Ortsbegehung, weil der Gemeindedirektor ihn gebeten hatte, Vorschläge zur Dorfverschönerung zu machen.
1980 - 1981     
  Auch in diesen beiden Jahren verlief das Vereinsleben in den gewohnten Bahnen. Man machte Ausflüge und Radfahrten, Herdfeuerabende und Brauchtumsfeiern. "Dennoch kann festgestellt werden, dass auch im letzten Geschäftsjahr einiges geleistet wurde, auch wenn dieses oft nur in kleinen Arbeitskreisen geschah. Doch wäre es wünschenswert, dass im kommenden Jahr sich eine größere Mitgliederzahl an den Veranstaltungen beteiligt."

Appelhofstraße
Appelhofstraße

1983 - 1985     
  Die Jahre 1983, 1984 und 1985 brachten Veranstaltungen des HV, die sich in das gewohnte Bild einfügten. Das Archiv des Vereins war im Laufe der Jahre beträchtlich angewachsen, aber es war schwer, einen geignetten Ort dafür zu finden. Das Rathaus an der Dieningstrasse bot, besonders solange der HV-Vorsitzende Rothers noch als Gemeindedirektor tätig war, etwas Platz für die Sammlungen des Heimatvereins. Aber die Gemeinde wollte ein neues Verwaltungsgebäude bauen und brach einen großen Teil des Rathauses ab. Im Keller von Vitus Schulze Frenking wurden viele Aktenordner untergebracht. Er und Winfried Otte begannen 1984 in diesem Keller mit der Neuordnung des Bildarchivs. Als Untermieter konnte das HV-Archiv dann in den ohnehin kleinen Räumen der Ascheberger Musikschule am Katharinenplatz unterkommen. Es war ein schwieriges Provisorium, und man war heilfroh, dass die Realschule in ihrem Pavillon einen Raum zur Verfügung stellen konnte. Dieser hatte nur kleine Oberlichtfenster, und ohne künstliches Licht war es darin reichlich dunkel. Bis 1989 behalf man sich damit. Dann war der Spieker auf Rohlmanns Hof fertig, und das Archiv bekam dort seinen Platz. Aber auch hier war es anfangs etwas eng. Erst nachdem Vorstand und Beirat beschlossen, den Dachboden auszubauen und das in vielen Stunden Eigenarbeit auch schafften, konnte man endlich aufatmen. Die wertvollen Sammlungen waren gut und einigermaßen bequem erreichbar untergebracht.
Als am 24. Mai 1985 dem aus Ascheberg stammenden Dresdner Künstler Friedrich Press die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, hielt Bernhard Rothers die Laudatio auf Platt. Im Oktober 1985 zog Rothers nach Coesfeld.
1986     
  Am 28. Februar 1986 wurde der völlig umgebaute und als Möbelhaus eingerichtete Hof Rohlmann in einer Feier seiner Bestimmung übergeben, das heißt, er sollte gleichzeitig als Möbelgeschäft und als Repräsentationsraum der Gemeinde dienen. Diese ungewöhnliche Kombination war zwischen der Gemeinde und dem Möbelhausbesitzer vereinbart worden. Die Gemeinde hatte den Hof "auf Abbruch" von der Familie Rohlmann erworben. Reinhard Schütte hatte in einem Leserbrief auf die ungewöhnlich harmonische Architektur dieses Bauernhauses von 1875 hingewiesen und seine Erhaltung gefordert. Das geschah dann auch. HV-Vorsitzender Rothers kam zur Einweihung und sprach über die Geschichte dieses Hauses.
Der Vorsitzende Bernhard Rothers leitete seit 1962 den Heimatverein. Da er dieses Amt abzugeben wünschte, stand auf der Tagesordnung der Generalversammlung am 12. April 1986 die Neuwahl des Vorstandes und des Vorsitzenden. Der Heimatverein schlug den Lehrer Reinhard Schütte für das Amt des Vorsitzenden vor. Er wurde einstimmig gewählt. Gleichzeitig wählte man den bisherigen Vorsitzenden Rothers zum Ehrenvorsitzenden. Der stellvertretende Vorsitzende Rudolf Kovar würdigte in seiner Ansprache die Verdienste Bernhard Rothers um den Verein und die heimatkundliche Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten.
Im Jahresbericht findet sich die Bemerkung, dass in Zukunft mit einer Mitarbeit der Lehrer im Heimatverein zu rechnen sein dürfte, da nun ein Lehrer zum Vorsitzenden gewählt worden ist. Das allerdings offenbart eine erstaunliche Fehleinschätzung der Situation in den Lehrerkollegien. So etwas stand dort damals nicht mehr zur Debatte.
Im Wesentlichen verlief das Vereinsjahr nicht anders als unter dem bisherigen Vorsitzenden B. Rothers. Zum einen hatte der neue Vorsitzende die Fortsetzung der bewährten Vereinsarbeit angekündigt, zum anderen bestand keine Veranlassung, an dem erprobten Konzept etwas zu ändern. Es gab wieder Ausflüge, Pättkesfahrten, Osterfeuer und Lambertusfeier, man sprach und sang auf Platt, wirkte mit an der Benennung von Straßen und war "Heimatverein" wie in den vergangenen (fast) vierzig Jahren. Eine kleine Neuerung war das Aufstellen der Katharinenpyramiden in der Kirche neben dem Bild der hl. Katharina am Kirmessonntag, was vor vielen Jahren immer üblich gewesen, aber dann in Vergessenheit geraten war.
Weil auf dem Rathausplatz nie ein Rathaus erbaut werden würde, wie das vor langer Zeit einmal geplant war, beschloss der Gemeinderat, dem Platz einen neuen Namen zu geben. Der Heimatverein schlug folgende Namen vor: Dorfplatz, Westfalenplatz, Münsterlandplatz, Katharinenplatz, Hilgenplatz (= Heiligenplatz, weil dort angeblich eine germanische Opferstätte gewesen sei). Der Gemeinderat entschied sich für Katharinenplatz.
Ein ungewöhnliches Naturereignis suchte einen kleinen Teil des Gemeindegebietes am 25. Juli dieses Jahres heim: ein Wirbelsturm raste vom Breil südlich am Dorf vorbei bis in die Lütkebauerschaft. Er richtete erhebliche Zerstörungen an einigen Häusern an und brach eine breite Schneise in den Surbusch, der seitdem aus zwei Teilen besteht.
Am 22. Juli konnte der im Altenheim St. Lambertus lebende Malermeister Heinrich Delker aus Münster seinen 100. Geburtstag feiern. Ihm folgte Frau Wilhelmine Niemann, die am 1. September 1986 100 Jahre alt wurde. Am 23. Oktober 1986 starb sie.
Am 13. und 14. September feierten die Langenölser das 40. Heimattreffen in Ascheberg, an dem auch der Heimatverein teilnahm. Auf dem Katharinenplatz wurde ein Gedenkstein errichtet, den der Bildhauer Fabritius in Herbern hergestellt hatte. 1996 wurde er auf Wunsch der Langenölser zum neuen Rathaus an der Dieningstrasse versetzt.

Bernhard Rothers hatte das Amt des Vorsitzenden von 1962 bis 1986 inne. Ein rundes Vierteljahrhundert brachte er seine Vorstellungen von Heimatarbeit über die Veranstaltungen des Heimatvereins an die Öffentlichkeit. Als Chef der Gemeindeverwaltung verfügte er über Informationen und Beziehungen, die er in der Vereinsarbeit fruchtbar werden lassen konnte. Seine Mitarbeiter im Amtshaus waren oft auch seine Mitstreiter im Heimatverein. Manche Schreibarbeit wurde von ihnen erledigt. Darüber hinaus veröffentlichte Rothers heimatkundliche Aufsätze über altes Brauchtum, über bäuerliches und handwerkliches Arbeitsgerät, über die Bedeutung der Flurnamen und Straßenbezeichnungen in den Tageszeitungen. Er veranlasste den Nachdruck der Bücher von Julius Schwieters, arbeitete entscheidend mit an der Herausgabe des Ascheberger Bilderbuches "Eine neue Gemeinde in alten Bildern" und begleitete engagiert die Arbeit von Dr. Helmut Müller an seinem Buch "Ascheberg, Geschichte eines münsterländischen Ortes von den Anfängen bis zur Kommunalen Neuordnung 1975". 1961 erfüllte sich Rothers besonderer Wunsch: Ascheberg wurde das schönste Dorf im Regierungsbezirk Münster.
1976 schied er aus dem Amt des Gemeindedirektors, blieb aber noch für zehn Jahre Vorsitzender des Ascheberger Heimatvereins. Als er 1986 mit 73 Jahren auch dieses Amt niederlegte, ging die "Ära Rothers" zu Ende. Der Chronist tut mehr als seine Pflicht, wenn er ohne Pathos feststellt, dass Bernhard Rothers sich als HV-Vorsitzender um die Heimatkunde Aschebergs verdient gemacht hat.
1987 - 1989     
  Auch in den folgenden Jahren gab es die traditionellen Veranstaltungen, unter ihnen am 8.4.1987 ein Herdfeuerabend auf dem Hof Linus Bolte in der Osterbauerschaft.
Am 19. Februar 1988 feierte der Ehrenvorsitzende Bernhard Rothers seinen 75. Geburtstag. Am 9. März hielt Johannes Everding aus Vorhelm, ein bedeutender Kenner des Werkes von Augustin Wibbelt, einen Vortrag über Wibbelts jahreszeitliche Dichtungen mit Dias und meisterhaft vorgetragenen Gedichten. Winfried Otte stellte am 13.März eine Fotoausstellung über die Ereignisse des vergangenen Jahres vor.
Bunter Nachmittag
Am 27.6.1988 feierte Frau Anna Mangels, geb. Ashege, Burgwall, ihren 90 Geburtstag. Frau Mangels war seit vielen Jahren Mitglied im Heimatverein, der ihr herzlich gratulierte.
Am 26. 9. 1988 starb mit 78 Jahren in Münster die aus Ascheberg stammende Heimatdichter- und -sängerin Frau Paula Wilken, geb. Röckener.
Zwei besondere Ereignisse aus dem kirchlichen Bereich: Pfarrer i.R. Bernhard Ensink feierte am 18.12.1988 sein Goldenes Priesterjubiläum und Matthias Hembrock am 29.5.1988 seine Primiz. Beiden gratulierten die Vertreter des Heimatvereins.
Einen "Rückblick auf das Jahr 1988" bot eine Bilderausstellung im Pfarrheim am 18./19. März 1989, die Winfried Otte zusammengestellt hatte.
Am 1. Mai 1989 stellte der Kolpingspielmannszug zum ersten Mal einen Maibaum auf, an dem auch das Zeichen des Heimatvereins angebracht war. Der Vorsitzende R. Schütte hielt dabei eine kurze Ansprache. Der Maibaum gehörte ursprünglich auch im Münsterland zum Frühlingsbrauchtum. Aber zu Beginn des 18. Jh. verbot der Fürstbischof wegen vielfacher Missbräuche das Aufstellen des Maibaums.
Ein besonderes Ereignis war in diesem Jahr der Bau eines eigenen Hauses für den Heimatverein, des Spiekers auf Rohlmanns Hof. Nachdem seit etwa 1969 das Ständer- und Balkenwerk eines alten Speichergebäudes vom Hof Grothues in Senden auf dem Ascheberger Gemeindebauhof an der Altefeldstraße gelegen hatte, konnte nun endlich nach den Plänen des Architekten Axel Simon mit dem Bau des Spiekers begonnen werden. Bisher hatte der Heimatverein einige Jahre als Untermieter in der Musikschule am Katharinenplatz und dann in einem Klassenraum der Realschule eine provisorische Bleibe gefunden. Da das Land NRW Gelder für den Bau zur Verfügung stellte, musste noch vor Jahresende damit begonnen werden.
Am 16.12. 1989 gab es einen der beliebten Herdfeuerabende auf Bauernhöfen, diesmal auf dem Hof Beuckmann in der Osterbauerschaft
1990 - 1998     Seitenanfang
  Das herausragende Ereignis dieses Jahres war das Ortsjubiläum "1100 Jahre Ascheberg", das am 7.-9. September 1990 gefeiert wurde. Da in dem Güter- und Hörigenverzeichnis der Benediktinerabtei Werden bei Essen, dem sog. Werdener Urbar, um 990 einige Bauern aus "ascasberg" genannt werden, konnte man von der Existenz des Ortes Ascheberg um diese Zeit ausgehen. Ein großer Festzug durch das Dorf mit historischen Bildern war der Höhepunkt des Festes. Im HV-Spieker war eine Ausstellung zur Geschichte Aschebergs zu sehen. Einen Großteil der Organisationsarbeit trug dabei Heinz Feldmeier, der seit Jahren als Schriftführer des HV tätig ist.
Bunter Nachmittag
Auch in den letzten Jahren änderte sich das Vereinsleben nicht wesentlich. Man setzte die Reihe der bewährten Veranstaltungen fort. Der neue Spieker wurde rasch der Mittelpunkt des Vereins. Hier treffen sich die Mitglieder des Vorstandes und des Beirates, hier findet der monatliche Stammtisch statt, hier befindet sich das Vereinsarchiv, und hier sind auch die Ausstellungen zu sehen, die der Heimatverein aus seiner umfangreichen Sammlung von Fotos und Dias zusammenstellt.
Im Archiv befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Zeitungsausschnitten, die Bernhard Rothers auf nicht mehr verwendbare Formularblätter kleben und jahrgangsweise einbinden ließ. Auch Hauptschulrektor Dieter Heineke, der einige Jahre Ehrenamtlicher Bürgermeister war, sammelte Zeitungsausschnitte in vielen Aktenordnern, die er dem Heimatverein zur Verfügung stellte. Beide Sammlungen sind für die Ortsgeschichte von größtem Wert.
Die Foto- und Dia-Archiv entstand aus gesammelten alten Bildern, die Ascheberger Bürger dem Verein überließen, aber daneben aus Fotos, die zu Rothers Zeit hauptsächlich von Heinz Becker, Adamsgasse, aufgenommen wurden. Er stellte auch viele seiner privaten Fotos dem HV-Archiv zur Verfügung. In jüngerer Zeit fotografiert Heinrich Schmidtke, Paul-Keller-Straße, für den Heimatverein. Auch dem im Januar 1997 verstorbenen Vitus Schulze Frenking verdankt der Heimatverein nicht nur engagierte Mitarbeit im Archiv, sondern auch viele Fotos, die er bei seinen unermüdlichen Fahrten und Wanderungen durch Ascheberg machte. Er holte eine Fülle von mündlichen Informationen bei seinen Besuchen auf den Bauernhöfen ein und machte dabei den Landwirten wieder bewusst, dass in ihren Schubläden manches handgeschriebene Dokument liegt, das für die Hof- und Familiengeschichte von unschätzbarem Wert ist.
Auch die Forschungen des Ascheberger Pfarrers Jodokus Fechtrup liegen im HV - Archiv. Daneben gibt es eine Bücherei mit heimatkundlichen Werken und Zeitschriften.
Neben der eigentlichen heimatkundlichen Arbeit hält der Verein es für seine Aufgabe, auch Künstlern seine Räume für Ausstellungen bereitzustellen, auch ausländischen, die mit Ascheberger Bürgern befreundet sind.
Seit einigen Jahren haben sich einige Frauen und Männer aus dem Verein zu einer Gesanggruppe zusammengeschlossen, die sich Bauernfamilie nennt und auch so gekleidet ist, wenn sie auftritt. Und das tut sie mit Erfolg bei vielen Gelegenheiten, nicht zuletzt bei Altersjubiläen, wo die Gruppe besonders gern gesehen ist.
Es gibt kaum einen Ort im Münsterland, wo nicht ein Kiepenkerl tätig ist. Das ist in Ascheberg nicht anders. Seit vielen Jahren zieht Winfried Otte, der jetzige Vorsitzende des Heimatvereins, den blauen Kittel an, steigt in die Holzschuhe und schnallt sich die Kiepe auf den Rücken, wenn offizielle Gäste der Gemeinde zu begrüßen sind oder Jubiläen gefeiert werden. Natürlich hält er seine Ansprachen auf Platt. Seine Frau übernimmt dabei die Rolle der Bäuerin.

Und die Zukunft?

Wenn man fünfzig Jahre nach der Gründung des Vereins die Frage nach seiner Zukunft stellt, wird man vorschnellen Optimismus vermeiden müssen. Auch in Zukunft werden die Mitglieder reiferen Alters sein und damit die jungen Leute nur in Ausnahmefällen zur Mitarbeit motivieren können. Dem älteren Menschen wird täglich mehr bewusst, wie sehr sich die Welt ändert und wie früher alles anders war. Das weckt sein Interesse an der Heimatkunde, besonders der Heimatgeschichte, und regt ihn an zu sammeln, was verloren zu gehen droht, und zu ergründen, warum alles so geworden ist. Das wird auch künftig so sein. Bewusste Pflege des Orts- und Landschaftsbildes, aber ebenso sehr der Lebensgemeinschaft im Dorf und Stadtviertel, wird eine der Aufgaben des Heimatvereins sein. Lokalpatriotismus und naive Verherrlichung der vergangenen Zeiten können mehr denn je der Ernsthaftigkeit der Vereinsarbeit schaden. Aber schwarz zu sehen, besteht kein Anlass, solange man den heimatlichen Dingen sein Interesse nicht versagt. Es ist also getrost darauf zu vertrauen, dass der Heimatverein auch künftig alles tun wird, "damit sich das große hölzerne Rad der abendländischen Kultur knarrend weiterdreht " (Walter Kempowski).
1999     
  Der Männergesangsverein Cäcilia feiert sein 125 jähriges Jubiläum, wo auch der Heimatverein teilnahm. Das Caritas Wohnheim feierte ihr 10 jähriges. Die Bultenstraße stellte die Bauernfamilie Lambertus.
2000     Seitenanfang
  Der Reiterverein St. Hubertus besteht im Jahre 2000 seit 75 Jahren. Die Bauernfamilie für das Lambertusspiel wurde durch den Kegelclub „Die Draufgänger“ gestellt. Der Heimatverein besichtigte das Gersteinwerk in Stockum (VEW). Weiterhin wurde eine Fahrt nach Aachen in die Printenstadt unternommen.
2001     
  In diesem Jahr feierte die KAB Ascheberg ihr 75 jähriges und der Heimatverein Herbern sein 50 jähriges Jubiläum. Der Nienkamp stellt für das Lambertusspiel die Bauernfamilie. In den Spieker wurde eingebrochen.
2002     
  Eine Fahrt nach Osnabrück zum Museum Kalkriese wurde unternommen. Die Bedeutung des Ortes wurde als ein möglicher Austragungsort der Varusschlacht deutlich. Die Bauernfamlie wurde durch die Albert-Koch-Straße gestellt.
2003     
  Der Ehrenvorsitzende Bernhard Rothers wird 90 Jahre alt.

Rothers
B. Rothers

Der Sportverein TuS Ascheberg feiert seinen 75. Geburtstag. Der Graskamp stellte in diesem Jahr die Bauernfamilie für das Lambertusspiel.
2004     
  Die Bürgerschützen feiern ihren 325. Geburtstag.

Bürgerschützen
Bürgerschützen

Die Dorfheide stellte die Bauernfamilie.
2005     
  In diesem Jahr feierte Davensberg seinen 750. Geburtstag, an dem der Heimatverein Ascheberg teilnahm. Die Osterbauer (Im Hagen) trug in diesem Jahr das Lambertusspiel vor.
2006     
  Im Januar starb der ehemalige Gemeindedirektor und Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Bernhard Roters. Der Kolpingspielmannzug feierte seinen 50. Geburtstag. Der Heimatverein Ascheberg nahm an den Feierlichkeiten teil. Die Partnerstadt Rheinsberg war, anlässlich des 15 jährigen Bestehens der Partnerschaft, zu Besuch. Zur italienischen Nacht war in diesem Jahr die Partnerstadt Buggiano (Italien) zu Besuch.
2007     
  Die Freiwillige Feuerwehr feiert ihr 125 jähriges Bestehen.

Steigerturm Feuerwehr
Steigerturm

Die Offiziere des Bürgerschützenvereins stellten in diesem Jahr die Bauernfamilie.
2008     
  Der Sturm Kyrill erforderte 70 Feuerwehreinsätze. Die Gedenkstätte Sternenkinder an der Friedhofskapelle wurde eingeweiht.
2009     
  Bürgermeister Emthaus verlässt die Gemeinde Ascheberg. Die Spielschar der Kolpingsfamilie spielte in diesem Jahr die Bauernfamilie am Lambertustag. Die Partnergemeinden Buggiano und Rheinsberg waren zu Besuch zum Lambertusmarkt.
2010     Seitenanfang
  Der neue Bürgermeister Dr. Risthaus übernimmt das Amt von Herrn Emthaus. Verabschiedung von Pfarrer Homölle und Einführung von Pfarrer Franken. Der Siekenkamp stellte in diesem Jahr die Bauernfamilie.
2011     
  Der Heimatverein nahm an den Feierlichkeiten der Partnerschaft zum 20. Jahrestag in Rheinsberg teil.
2012     
  Der Kindergarten am Bügelkamp feierte zusammen mit dem Heimatverein Ascheberg sein 20 jähriges Bestehen. Der Heimatverein Ascheberg besuchte die Bäckerei Geiping in Lüdinghausen. Die Schützenbrüder St. Katharina Berg und Tal stelle in diesem Jahr die Bauernfamilie.
2013     
  Der Heimatverein Ascheberg unternahm eine Fahrt nach Altenberge und besichtigte dort den Eiskeller und das Heimathaus. Das Amt des Schriftführers, bisher in Verbindung mit dem Kassierer Dieter Horstmann, wurde zur Entlastung übertragen auf Barbara Lepping-Pick. Die Schützenbrüderschaft Lambertus spielte zum Lambertustag die Bauernfamilie.
2014     
  In diesem Jahr wurde der 110. Geburtstag von Friedrich Press gefeiert. Dieter Horstmann, ihm noch persönlich bekannt, trägt seinen persönlichen und künsterlischen Werdegang vor. Der Lebendige Adventskalender ist geboren. Anlässlich des Adventskalenders, trägt Juliane Horstmann die Geschichte der Frau Holle am offenen Fenster im Spieker vor. Die Dorfheide stellt in diesem Jahr die Bauernfamilie.
2015     
  Unser Pängelbähnchen wird 100 Jahre. Eröffnung der Sonderausstellung des Heimatvereins Herbern „Als der Technische Fortschritt in das Dorf kam“. Die Bauernfamilie wird in diesem Jahr von der Nachbarschaft der Pastoratsweide gespielt.
2016     
  Der Kolpingspielmannzug wird 60 Jahre alt. Josef Klaverkamp zeigte eine Bildergalerie zum Theme „Hilfe für Senegal“. Herr Winfried Otte wurde im Amt als 1. Vorsitzender für ein weiteres Jahr gewählt. Juliane Horstmann gab das Amt des 2. Vorsitzenden aus Altersgründen auf. Als 2. Vorsitzender wurde Heinz Frenster gewählt. Kassiererin Maria Schulte löst Dieter Horstmann ab. Die Bauernfamilie spielte die KAB. Erster Internetauftritt des Heimatvereins unter www.heimatverein-ascheberg.de.
Weitere Infos auch unter der Terminübersicht aus dem Jahre 2016 und den Presseberichten aus dem Jahr 2016.
2017     
  Winfried Otte feiert sein 25-jähriges Jubiläum als Vorsitzender des Heimatvereins Ascheberg. Die Bauernfamilie spielte die Kolpingfamilie.  Der Heimatverein ist jetzt auch auf Twitter und auf Facebook vertreten.  Im August startet auf unserer Facebook-Seite das Heimatkenner-des-Monats-Rätsel (#HdMAscheberg).
Weitere Infos auch unter der Terminübersicht aus dem Jahre 2017 und den Presseberichten aus dem Jahr 2017.
2018     
  Neuer 1. Vorsitzende des Heimatvereins ist Hubert Wobbe.

Rothers
Der neue Vorstand: (v. l.) 1. Vorsitzender: Hubert Wobbe, Kassiererin: Maria Schulte, 2. Vorsitzender: Heinz Frenster, Schriftführerin: Barbara Lepping-Pick

Die Bauernfamilie spielten die Sänger des Kirchenchores.

Ehrenamtstag
Agnes Koch wurde durch den Landrat Dr. Christan Schulze Pellengahr für ihre engagierte ehrenamtliche Tätigkeit im Heimatverein Ascheberg geehrt. Link zum Artikel

Weitere Infos auch unter der Terminübersicht aus dem Jahre 2018 und den Presseberichten aus dem Jahr 2018.
2019     
  Der Heimatverein ist jetzt auch auf Instagram vertreten. Alle zwei Monate wird jetzt ein Spielenachmittag im Pfarrheim in den Räumen der Kolpingfamilie angeboten. Die Bauernfamilie spielte die Nachbarn aus dem Breil.
Weitere Infos auch unter der Terminübersicht aus dem Jahre 2019 und den Presseberichten aus dem Jahr 2019.
2020     Seitenanfang
  Weitere Infos auch unter der Terminübersicht aus dem Jahre 2020 und den Presseberichten aus dem Jahr 2020.

Heimatverein Ascheberg | Im Heubrock 7 | 59387 Ascheberg
info@heimatverein-ascheberg.de